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Herzlich willkommen!

 

 

 

 

Um nicht im Einerlei der kleinen Alltagsgemeinheiten zu versinken, rafft die Presse von Zeit zu Zeit ihre Kräfte zu einer Pöbelhaftigkeit zusammen, die das Staunen der Zeitgenossen erregen und den gläubigen Leser wieder einmal lehren soll, eine Macht anzuerkennen, die bloß zum Missbrauch ihrer selbst erschaffen ward und sich bloß im eigenen Mißbrauch äußert.

 

Erfolg Anbeter? Ich bin gewiss kein Erfolg Anbeter, aber in praktischen Dingen ist der Erfolg doch oberster Richter

 

Zur richtigen Beurteilung des Handelns, Denkens und Fühlens anderer ist es immer das Beste, uns selbst in die Lage des anderen zu versetzen.

 

Ich komme wahrhaftig erst in zweiter Linie dazu, die öffentlichen Dinge zu betrachten, weil leider gar so viel Journalschmutz davor liegt, den wegzufegen eine penible, aber notwendige Arbeit ist.

 

Kein Wunder, wenn ein Unfall nach dem andern passiert und die dienstwilligste Feder auf Abwege gerät.

 

Der politische Phrasenschatz ist längst des Volkes kostbarstes Gut und für freisinnigen Bürger, die jüngst im Parlament die Reaktion durch Langeweile zu verscheuchen suchten, dürfen sich nicht einbilden, dass sie heute noch die ausschließlich privilegierten Pächter parlamentarischer Gemeinplätze sind.

 

Gibt’s nicht gute Christen, die sich den Äußerlichkeiten ihrer Kirche zwar zweimal unbewusst – als Täufling und auf der Bahre -, aber bewusst nur unter dem Schulzwang oder vor dem Altar unterwerfen? 

 

Bei aller möglichen geistigen Schätzung werden sich Menschen fremd und bald auch feindlich gegenüberstehen, die durch Generationen als Bürger nebeneinander gehen, ohne dass ein Versuch der Vereinigung geschähe.

 

Die Allzu gescheiten wissen immer noch ein Hilfsmittel, und diejenigen, die noch nicht das Richtigste, sondern das in jedem Augenblicke einzig mögliche anzustreben ist, pflichten ihnen eifrig bei.

 

Die >>Staatsnotwendigkeiten<< überlassen wir dem Sprachschatze der offiziösen Journalistik. Wer aber Notwendigkeiten der Bevölkerung erwägt, der weiß, dass der Ausgleich endlich gesetzlich durchgeführt werden muss und das das Parlament wieder tätig sein muss wenn nicht ein Gewohnheitsunrecht des verkappten Absolutismus an die Stelle der Verfassung treten soll.

 

Wer von irgendeiner Religion wesentlich mehr erwartet als zweckmäßige Einprägung einer praktischen Moral, Erziehung des Gemüts und Verlockung der Phantasie, mag sich für den höheren oder niedrigeren Vernunftrang der einen oder andern so warm einsetzen. Uns scheint der klaffende Abgrund zwischen dem Glauben aller Offenbarungsreligionen und dem Wissen der Zeit gleich unüberbrückbar. Zwischen beiden Ansichten aber lässt sich nicht rechten, ohne das ganze Arsenal des Wissens einerseits, des Glaubens andererseits zu mobilisieren.

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